Das eigentliche Problem
Sie sitzen im Büro, das Telefon klingelt, ein Kunde will ein Angebot, das gar nicht existiert – ein klassischer Fall von „zu gut, um wahr zu sein”. Und Sie? Sie müssen sofort entscheiden, ob Sie das Ganze weiterleiten oder das Risiko abwägen.
Warum die meisten das falsche Spiel spielen
Die meisten Unternehmen verwechseln „schnell” mit „richtig”. Sie springen sofort auf den Zug, weil das Geld lockt, und vergessen dabei, dass jede falsche Zusage ein rechtliches Minenfeld ist. Hier kommt das Wort „Risiko” ins Spiel: Es ist nicht nur ein Nice-to-have, es ist das Kernstück Ihrer täglichen Arbeit.
Die drei kritischen Fragen
Erst: Wer steckt hinter dem Angebot? Zweit: Welche Rechtsgrundlage fehlt? Dritt: Was kostet ein Fehltritt? Wenn Sie diese Fragen nicht sofort im Kopf haben, verlieren Sie den Überblick und landen im Schlamassel.
Der schnelle Check
Schalten Sie den inneren Detektiv ein. Prüfen Sie die Lizenznummer, vergleichen Sie die Domain, und – das ist der Knackpunkt – kontaktieren Sie die Aufsichtsbehörde. Wenn das nicht sofort klappt, geben Sie dem Kunden ein klares „Wir prüfen das” und setzen Sie ein Zeitfenster von 48 Stunden.
Wie Sie das Gespräch steuern
Hier ist der Deal: Bleiben Sie sachlich, aber bestimmt. Sagen Sie: „Wir können das Angebot nicht bestätigen, bis wir die Unterlagen geprüft haben.” Und dann: „Falls wir ein Problem finden, informieren wir Sie sofort.” So zeigen Sie Professionalität und schützen gleichzeitig Ihr Unternehmen.
Die Gefahr von Ausreden
Vermeiden Sie Floskeln wie „Vielleicht” oder „Wir schauen später”. Das ist das Sprichwort, das Ihnen das Geld aus der Hand reißt. Stattdessen: „Wir benötigen die vollständige Lizenz, bevor wir fortfahren.” Kurz, präzise, unmissverständlich.
Der entscheidende Moment
Wenn Sie die Unterlagen erhalten, prüfen Sie sie bis ins Detail. Jeder fehlende Buchstabe, jede nicht übereinstimmende Nummer ist ein Warnsignal. Und wenn Sie das alles in einem Rutsch erledigen, spart das Zeit und Nerven.
Ein letzter Trick
Setzen Sie einen internen Checklisten-Trigger, der automatisch eine E-Mail an die Rechtsabteilung schickt, sobald ein Angebot als „ungeprüft” markiert wird. So haben Sie immer ein Backup, falls etwas schiefgeht.
Jetzt handeln
Sie haben das Werkzeug, Sie haben das Wissen – starten Sie sofort mit dem ersten Check und lassen Sie kein Angebot unbeantwortet. Unerlaubte Angebote ruhig einschätzen